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Was ist ein Präventionskurs?

Präventionskurse nach § 20 SGB V einfach erklärt: wofür es sie gibt, welche Themen sie abdecken, was „zertifiziert“ bedeutet und für wen sie gedacht sind.

2 Min. LesezeitAktualisiert am

Inhalt5 Abschnitte
  1. Vorbeugen statt behandeln
  2. Die vier Themenfelder
  3. Was „zertifiziert“ bedeutet
  4. Vor Ort oder online
  5. Für wen Präventionskurse gedacht sind

Vorbeugen statt behandeln

„Prävention“ heißt Vorbeugung. Ein Präventionskurs richtet sich an Menschen, die gesund sind und etwas dafür tun möchten, dass es so bleibt. Er ist keine Therapie und ersetzt keine ärztliche Behandlung.

Fachleute sprechen hier von Primärprävention: Gewohnheiten so verändern, dass Krankheitsrisiken gar nicht erst entstehen oder kleiner werden. Genau dafür sind die Kurse gemacht – mit Wissen, das du verstehst, und Übungen, die du in deinen Alltag übernimmst.

Die vier Themenfelder

Welche Kurse die Krankenkassen fördern können, beschreibt der Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbands. Für Kurse nennt er vier Handlungsfelder:

  • Bewegung – zum Beispiel Kräftigung, Rückentraining oder Ausdauer
  • Ernährung – ausgewogen essen und Mahlzeiten planen
  • Stress- und Ressourcenmanagement – etwa Entspannungsverfahren wie die Progressive Muskelentspannung
  • Suchtmittelkonsum – zum Beispiel der Rauchstopp

Was „zertifiziert“ bedeutet

Bezuschusst werden nur geprüfte Kurse. Die Prüfung übernimmt in der Regel die Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP) im Auftrag der gesetzlichen Krankenkassen. Sie schaut sich an, ob das Kurskonzept dem Leitfaden Prävention entspricht, ob die Kursleitung passend qualifiziert ist und ob Umfang und Aufbau stimmen.

Ein zertifizierter Kurs bekommt eine Kurs-ID. Mit ihr kann deine Krankenkasse den Kurs eindeutig zuordnen – sie steht später auch auf deiner Teilnahmebescheinigung. Die Zertifizierung gilt nicht unbegrenzt, sondern ist zeitlich befristet.

Vor Ort oder online

Präventionskurse gibt es im Kursraum und online. Beide werden nach vergleichbaren Maßstäben geprüft: ein festes Konzept, eine qualifizierte Kursleitung und ein Aufbau über mehrere Wochen, meist mit einer Einheit pro Woche.

Online-Kurse haben den Vorteil, dass du dir die Zeit selbst einteilst und nirgendwo hinfahren musst. Nach dem Abschluss bekommst du – genau wie im Kursraum – eine Teilnahmebescheinigung für deine Krankenkasse.

Für wen Präventionskurse gedacht sind

Für Menschen, die vorbeugend etwas für ihre Gesundheit tun wollen – egal ob du neu anfängst oder nach einer Pause wieder einsteigst. Vorerfahrung brauchst du in der Regel nicht.

Hast du akute Beschwerden oder bist du gerade in Behandlung, ist ein Präventionskurs nicht der richtige erste Schritt. Sprich dann zuerst mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

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